Vreni liest

Rezension „Das Mondtor“ von Karola Löwenstein

[Werbung/Rezensionsexemplar]

Ein gelungener Auftakt zu einer mystischen Trilogie, der Lust auf Band 2 und 3 macht. Mit etwas mehr Liebe wäre ich hin und weg 😉

Inhalt

Nasja ist 17 Jahre alt, als sie an den Hof des Königs Nemos geschickt wird, um ihn zu heiraten. Sie hofft auf die große Liebe, doch was sie dort erwartet ist alles andere als das. Den Hass, der ihr entgegengebracht wird, hatte sie nicht erwartet. Dennoch möchte sie Gutes für die Menschen von Galadon tun und als Nymphe die Interessen ihres Volkes vertreten. Denn wenn nicht alle zusammenhalten, werden sie keine Chance gegen die Zentauren haben. Unterstützung bekommt sie von dem obersten Heerführer der königlichen Armee. Und vielleicht findet sie dann ja doch noch die Liebe…

„Das Mondtor“ von Karola Löwenstein ist der Auftakt zu einer mystischen Trilogie, in der Nasja wieder zu ihrem Inneren finden muss, wo irgendwo tief vergraben die Magie der Nymphen schlummert.

„Das Mondtor“ Cover

Als ich von Mainwunder die Nachricht erhielt, dass ich bei der Kampagne von Karola Löwensteins „Das Mondtor“ mit dabei bin, habe ich mich riesig gefreut. Das Cover ist so wunderschön – dieses Buch hätte ich definitiv gekauft ohne zu wissen, worum es geht. Ein großes Lob an Katharina Netolitzky: Ich finde, sie hat einen wunderbaren Buchumschlag entworfen, der einen Fantasy-Liebhaber sofort danach greifen lässt und auch noch super zum Inhalt passt. Denn der hat mich nach dem Klappentext ebenso überzeugt.

„Das Mondtor“ Plot

Ich habe etwas schwer in die Geschichte gefunden. Und so komplett gefesselt hat sie mich leider nicht. Die Idee dahinter finde ich wunderbar, hätte mir nur größere Spannungsbögen gewünscht. Es dauert ziemlich, bis eine gewisse Spannung aufgebaut ist, was mich nicht immer darauf warten ließ, endlich weiterlesen zu können. Dennoch gibt es ein paar schöne Wendepunkte, die ich tatsächlich so nicht erwartet hatte. Außerdem hat Karola Löwenstein eine tolle Fantasywelt erschaffen, in die ich abends immer mal wieder gerne eingetaucht bin. Sie führt uns in eine Welt voller Nymphen, Zentauren, Trollen und Magie.

Der ein oder andere wird sagen, man kann es mir nie recht machen 😉 Denn ich mag es ja nicht, wenn eine Liebesgeschichte bei so einer Story wie dieser total im Vordergrund steht und alles andere verdrängt. Hier aber war sie mir dann doch zu versteckt. Sie ist schon latent immer da. Aber tritt für meinen Geschmack dann zu wenig in Erscheinung. Gerade weil Nasja so furchtbar einsam ist, hätte ich mir gewünscht, dass sie zu Artem findet – wenn auch nur im Geheimen. So bleibt und wirkt sie – zumindest im ersten Band der Trilogie – völlig verloren. Und das ist der Grund, warum man so wenig Hoffnung verspürt, wenn man versucht, mit der Protagonistin mitzufiebern.

Insgesamt finde ich sehr schöne Ansätze sowohl bei der magischen Welt, als auch bei der zarten Liebesgeschichte. Leider geht mir das alles nicht tief genug, wird nur angekratzt. Fast, als ob sich die Autorin die große Handlung für die nächsten Bücher aufgehoben hätte. Denn als es grade spannend wird, als Nasja endlich romantische Zeit alleine mit Artem hat, es zu einem richtigen Kampf mit den Zentauren kommt und so richtig was zu passieren scheint, ist der erste Band zu Ende. Aber wenigstens kann man sich so auf den nächsten Band freuen. Und sich auch direkt reinstürzen. Denn Band 2 „Das goldene Horn“ und 3 „Die Diamantbrücke“ sind schon erschienen, so dass ihr die Geschichte der jungen Nymphe in einem durchlesen könnt.

Schreibstil Karola Löwenstein

Dass ich etwas schwer ins Buch gefunden habe, hatte auch mit dem Schreibstil zu tun. Denn auf den ersten Seiten fand ich diesen etwas holprig. Allerdings hat sich das im Laufe der ersten Kapitel gelegt. Um ein literarisches Meisterwerk mit ausgeklügelten Formulierungen und ausschmückenden Umschreibungen handelt es sich zwar nicht gerade. So fehlen mir mehr bildliche Darstellungen, um tiefer in die Welt von Galadon eintauchen zu können. Dennoch ist das Buch bis auf ein paar Wiederholungen flüssig leicht und damit auch angenehm zu lesen.

„Das Mondtor“ Figuren

Nasja mag ich irgendwie. Und irgendwie dann auch wieder nicht. Daher kann ich mich nicht gut mit ihr identifizieren. An manchen Stellen ist sie mir einfach zu fad. Eine Hauptfigur darf bei mir ruhig zart und zerbrechlich sein, aber auf der anderen Seite sollte sie dann überraschen und kämpferisch sein. Nasja aber verfällt oft mal in ein wehleidiges „ich bin so arm dran, aber es ist mein Schicksal“. Ihr versteht sicher, was ich meine. Sie resigniert in meinen Augen einfach zu schnell und ist vollkommen femdbestimmt. Dennoch macht sie im Buch eine Entwicklung durch, wird selbstbewusster und zeigt im Laufe der Geschichte durchaus auch mal Kampfgeist. Das gefällt mir.

Auch Artem ist mir als Held dann irgendwie etwas zu grau. Mal ehrlich: Wer möchte denn einen, der gegen seine Gefühle und für seine Landstreue nicht mal ein Küsschen springen lässt? Der wahre Held ist doch der, der oft kopflos handelt und dennoch weiß, wie er gewinnt. Trotzdem wächst Artem einem natürlich mit seiner warmen, herzlichen Art ans Herz.

Ganz im Gegensatz zum Kotzbrocken Nemos, dem jungen König. Den mag man wirlich in keinem Moment. Diese Figur gefällt mir ausgesprochen gut. Man hält ihn für extrem verwöhnt und dämlich. Und ich mag es, dass man nie so wirklich durchschaut, ob er tatsächlich so ein Hohlbrot ist oder nur so tut, um seine Ziele zu erreichen. Ich bin gespannt, wie es da in den nächsten Bänden weitergeht…

Die Nebemfiguren spielen keine große Rolle. Oft gibt es ja eine kleine Randhandlung, die zur Abwechslung oder Spannung beitragen kann. Dem ist hier nicht so, was ich ein klein wenig vermisse.

Für mich genau die richtige Urlaubslektüre ☺️

Fazit zu „Das Mondtor“

„Das Mondtor“ von Karola Löwenstein bekommt von mir 3 Eselsohren. Auch wenn ich einige Punkte bemängle, so habe ich es doch sehr genossen, das Buch zu lesen. Die Geschichte entführt uns in eine magische Welt voller Verschwörungen und Magie. Ein Hauch mehr Liebe und ich hätte den Schmöker nicht mehr aus der Hand legen können. Aber auch so handelt es sich um einen gelungenen Auftakt zu einer mystischen Trilogie, der Lust auf Band 2 und 3 macht.

Danke an Mainwunder und natürlich auch an die Autorin Karola Löwenstein für dieses Rezensionsexemplar. Es hat mich besonders gefreut, bei der tollen Kampagne dabei sein zu dürfen. Es war meine erste Fantasykampagne ❤️ Außerdem macht es immer wieder Spaß, neue Leute und Blogs kennenzulernen. Danke!

Daten zum Buch „Das Mondtor“

Das Mondtor | Karola Löwenstein | Nova MD | 978-3969668238 | 324 Seiten | Taschenbuch | 12,50 EUR | 29. Juni 2021

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