... über das Leben mit vier Männern · Vreni schreibt

5 Dinge, die ihr als Jungs-Mama vermeiden solltet

Das Leben als Mama mit drei Jungs ist wunderschön. Aber es hat so seine Tücken. Vor allem, weil ich so ein richtiges Mädchen bin.

Wisst ihr… Als ich mir ein Leben mit Kindern vorgestellt habe, habe ich da immer nur Mädels gesehen. Ich bin mit einer Schwester groß geworden und ganz ehrlich: Ich bin echt überhaupt nicht auf den Gedanken gekommen, dass ich einen Jungen bekommen könnte. Aber gleich drei!? Jetzt bin ich eine Drei-Jungs-Mama… Eieiei. Wer hätte das gedacht!? Und eine Drei-Jungs-Mama zu sein macht mich so glücklich, wie ich es nie für möglich gehalten hätte. Aber natürlich hat das Ganze auch so seine Tücken. Vor allem, wenn man wie ich so ein richtiges Mädchen ist. Aber was soll ich sagen? Man lernt jeden Tag dazu und man lernt nie aus. Hier habe ich euch 5 Dinge zusammengestellt, die ihr als (Drei-)Jungs-Mama auf jeden Fall vermeiden solltet. Ich tue es mittlerweile und ich fahre gut damit 😉

1. An Kleidern riechen

Ja, es ist eine bescheuerte Idee. Wer einmal an der Wäsche seiner Jungs gerochen hat weiß: Das sollte man nicht tun. Lasst es einfach. Es hört sich bekloppt an, aber es kommt immer wieder vor, dass ich das tue – als Kriterium ob Maschine oder nicht. Also bei meinen Sachen ist das kein Problem. Riecht es noch frisch, kann ich es noch mal anziehen. Riecht es nicht mehr ganz so frisch, eben nicht. Tut das nicht bei euren Jungs! Boa … wie soll das bitte werden, wenn die in die Pubertät kommen? Ich habe keine Ahnung wie so etwas möglich ist, aber nun ja – es ist eben so. Also halte ich die Kleider nur noch vor mich, drehe sie etwas im Licht und wenn es nicht allzu dreckig ist, wandert es einfach wieder auf den Das-kannst-du-nochmal-anziehen-Stapel.

Für kurze Zeit habe ich mich der Illusion hingegeben, die Kinder könnten ganz einfach selbst entscheiden, wenn etwas in die Wäsche kommt und es dann auch selbst rein tun. Hach … ich muss jetzt noch lachen, wenn ich daran zurückdenke. Entweder die Kleider wurden getragen, bis sie vor Dreck von alleine stehen konnten, oder ich kam aus dem Waschen nicht mehr raus, weil einfach alles beim Auszuziehen in den Korb geworfen wurde. Eine Entscheidung treffen – um Himmels Willen! Was habe ich mir dabei nur gedacht? Unsere neue Regel: Alles wird wenigstens auf Rechts gemacht (klappt nicht immer) und wird über die Badewanne oder einen Stuhl gehangen (klappt noch weniger als nicht immer, aber ich arbeite dran), damit die Mama die Entscheidung treffen kann. Nicht optimal, läuft aber.

2. Die Sporttasche über die Türschwelle lassen

Die Gründe dafür liegen ganz klar bei denselben wie bei Punkt Nummer eins. Ihr solltet nicht an der Wäsche riechen, schon gar nicht an der Sportwäsche. Und warum auch immer verschwitzte Jungs- und Männerkleidung so riecht wie sie riecht: Lasst sie einfach nicht ins Haus. Ja, wir haben eine extra Wäschetruhe auf dem Balkon. Klar könnte man die Sachen auch direkt waschen, aber das ist mir viel zu viel. Außerdem ist das Umweltverschmutzung. Reicht ja nicht mal für ne viertel Ladung. Also wird bei uns die Sporttasche auf dem Balkon geleert, gesammelt und gewaschen, sobald ne Maschine voll ist. Funktioniert super. Solltet ihr bloß nicht vergessen 😉 Könnte unschön werden …

3. Nach etwas Konkretem einer Serie fragen

Ich weiß nicht, was eure Kinder gerne schauen, aber bei uns ist das Pokémon-Fieber ausgebrochen. Ich hasse diesen Blödsinn. Obwohl ich alles versucht habe, dass meine Jungs so lange wie möglich kindliche, geschlechtsneutrale Serien schauen, ist bei uns die gesamt Jungs-Palette dabei. Von Drachenreitern und -jägern, über die Kickers und Ninjago bis eben hin zu Pokémon. Kokosnuss, Bibi und Tina, Paw Patrol: ade. Jetzt wird gekämpft. Nun gut … Was ihr jetzt vermeiden solltet ist, dazu eine konkrete Frage zu stellen. Es sei denn natürlich, es interessiert euch wirklich. Kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen 😉

Zur Verdeutlichung ein konkretes Beispiel: Ich habe meinen Sohn gefragt „Ist denn Pikachu nicht der Name von dem Ding?“ Soviel kann ich euch sagen: nein. Und wenn ich mir auch nur ein bisschen Mühe gegeben hätte zuzuhören, dann würde ich jetzt alle bekloppten Pokémon und deren Weiterentwicklungen kennen. Hätte ich das allerdings getan, könnte ich nicht darüber schreiben. Denn ich wäre vor Langeweile gestorben. Schlimm genug, dass ich mittlerweile weiß, dass es Weiterentwicklungen gibt. Und Ultras. Es gibt Ultras!? Wo sind wir hier? Im Stadion? Oder muss ich jetzt Angst haben, dass es auf der Couch noch zu Ausschreitungen kommt?

Ist euer Kind Dino-Fan, dann lernt ihr wenigstens etwas dabei. Ob es euch was nützt, dass ihr alle Arten kennt, ist eine andere Frage. Aber ihr könnt beispielsweise in einem Museum damit punkten. Ich hingegen kenne 20 von gefühlt 1.000 Drachenarten. Vor dem Pokémon-Wahnsinn wurde ich in regelmäßigen Abständen abgefragt. Auch über Kategorien, Angriff, Schusslimit und so was. Wusstet ihr, dass der schnellste Drache der „Schnelle Stachel“ ist? Und dass ein „Humpelnder Grunzer“ 2.022 kg wiegt? Der „Taifumerang“ hat eine Flügelspannweite von 15 Metern, der „Brüllende Tod“ aber nur eine von drei. Ähm … Und was bringt mir das nun genau? Gut, ich habe den Jungs einen Gefallen damit getan. Aber das muss mir wohl reichen. Bei dem Anime-Blödsinn muss nun mein Mann ran. Ich habe mehr als deutlich gemacht, dass ich damit nix zu tun haben möchte. Das fand ich als Kind schon blöd.

4. Sich mit Fußball-Mamis anlegen

Ein ganz wichtiger Punkt: Streite niemals mit Fußball-Mamas der Gegner. Es lohnt sich nicht. Man möchte meinen, es wären die Papas. Die gibt es auch. Aber viel viel viel schlimmer sind tatsächlich die Mamas. Ja, die, die ein Jahrzehnt über den Mann gemeckert haben, weil er jedes Wochenende ein Spiel hatte. Die, die nicht mal mitbekommen haben, wenn ihr Mann ein Tor geschossen hat (sorry Schatz). Und die, die erst gar nicht den Weg zum Sportplatz geschafft haben. Schließlich ist das ja alles niveaulos und es geht eh nur ums Saufen. (Das sind nicht meine Worte. Schließlich wäre ich da dabei. Und ich war es auch.)

Ja, die alle erkennen auf einmal Abseits, Handspiel und ob nur der Ball gespielt wurde, obwohl der Gegner wimmernd da liegt. Die alle stehen jetzt am Spielfeldrand und rufen ihren Schützlingen die ultimativen Tipps zu. Und wisst ihr: Es schleicht sie bei mir die Vermutung ein, dass das sich alles umgekehrt proportional verhält. Diejenigen, die am lautesten schreien, haben am wenigsten Ahnung. Und ihre Aussagen den geringsten Inhalt. „Ei deshalb“, ist einer der qualifiziertesten Ausrufe. Das geht von „tritt ihn doch einfach um“ (ja, warum nicht? ), über „das hat er extra gemacht“ (nein, wer möchte beim Fußball denn extra den Ball haben?), bis hin zu „die können doch nix“ (nein, sie führen bloß 6:0, weil eure anscheinend noch weniger als nix können).

Nein! Das is mir alles viel zu anstrengend. Und wie das auch bei den Aktiven ist: Es kommt nichts dabei raus. Und es geht ja nicht mal um etwas. Ich rede hier von der F-Jugend! Die sind acht Jahre alt. Der ultimative Tipp: Nicht zuhören, Sekt trinken, wegatmen… Geht! Klappt eins A.

Da lob ich mir doch die Anfangszeit unserer G-Jugend. Als wir noch alle lachend da standen und unser einziger gerufener Tipp war: „In die andere Richtung Jungs. Der Ball muss in das andere Tor!“. Angeblich soll es schlimmer werden, je älter die Jungs sind. Gott bewahre! Ich brauche noch viel Sekt.

Ja, so ein Schwert ohne Finger zu halten ist schon so ne Sache 😉

5. Blindlinks in einen Film gehen

Das habe ich getan. Wir waren zuvor erst einmal im Kino und als die Jungs nun fragten, haben wir einfach einen Familienausflug daraus gemacht. Wir sind (damals noch zu viert) gemeinsam ins Kino gegangen. Schöne Idee, aber vielleicht etwas unüberlegt. Ich habe den Fehler gemacht, vorher nicht danach zu schauen, was wir da gucken. Es war „Ninjago“.

Ich war mal als Teenager in „Aimée & Jaguar“. Nie dachte ich, dass ein Film noch schlechter sein könnte. Damals habe ich in der ersten Reihe gesessen. Zum Glück, denn dort war es von der Leinwand hell und ich habe für eine Religionsarbeit gelernt. Diesmal hatte ich nichts dabei! Nichtmal diese Kinozeitschrift, die man in fünf Minuten gelesen hat. Nichts! Ich war tatsächlich gezwungen, zwei Stunden hässlichen gelben Männchen dabei zuzusehen, wie sie ohne Finger Schwerter schwingen. Und einer Katze, die im Alltag gefilmt und dann dort einfach reingesetzt wurde. Wer denkt sich so einen wahnsinnigen Blödsinn aus? Abgesehen davon, dass die Witze – die diesen Namen nicht verdient haben – überhaupt nicht altersgerecht waren. Kein Achtjähriger hat die verstanden.

Um es kurz zu machen: lasst das den Mann erledigen oder schickt die Kinder gleich alleine. Trinkt dabei entspannt einen Kaffee oder einen Sekt 😉 Es gibt natürlich auch schöne Familienfilme und selbstverständlich ist das Geschmackssache. Aber wir hatten zum Beispiel bei „Drachenzähmen leicht gemacht 3“ einen wunderschönen Familientag. Als „Pikachu“ dann auf die Leinwand kam, hatten die drei großen Jungs Kino und Fritz und ich waren shoppen. Das war toll 🙂 Und für die Großen ist sogar eine Pokémon-Kappe dabei rausgesprungen 😉

Fortsetzung folgt … 🙂

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