... über das Leben mit vier Männern · Vreni schreibt

Nicht essen gibt’s nicht – mit Blitzrezepten für die heißen Tage

Schon am ersten Tag in der Krippe hat mein Mittlerer – er war damals zwei Jahre alt – gefragt, ob er die Reste seines Tischnachbarn essen dürfe. Das ist bis heute so.

Immer wieder höre ich, dass die Preise für das Essen in der KiTa oder Betreuung ganz schön hoch sind. „Das lohnt sich gar nicht für mein Kind. Soviel isst die/der gar nicht“. Wisst ihr… Diese Preise sind für solche Kinder wie meine gemacht. Schon am ersten Tag in der Krippe hat mein Mittlerer – er war damals zwei Jahre alt – gefragt, ob er die Reste seines Tischnachbarn essen dürfe. Das ist bis heute so. Was vor ihnen steht wird restlos inhaliert. Aber an heißen Tagen kommt es auch bei uns vor, dass die Hälfte mal stehen bleibt. Denn bei über 30 Grad, das kennt man ja selbst, vergeht einem die Lust auf das herzhafte Schnitzel schon mal.

Momentan ist es zum Glück nicht allzu heiß, aber der Sommer hat ja erst angefangen. Ich habe für euch Blitzrezepte zusammengestellt, mit denen ich sowohl den Kleinen von 15 Monaten, als auch die beiden Großen von sieben und acht Jahren auch an heißen Tagen begeistern kann – und natürlich deren Eltern 😛

Frühstück und Abendessen

Die altbewährte Bananen-Erdbeer-Milch geht immer. Ganz ehrlich: die erinnert mich immer noch an meine Kindheit. Mein Papa hat – wie das früher so üblich war – nicht wirklich mal gekocht oder uns sonst wie mit Essen versorgt. Aber den Milch-Mix gab’s nur vom Papa. Und wir haben ihn geliebt. Auch heute macht mein Papa den für die Jungs (und für mich). Und wir natürlich auch. Da Obst und Milch drinsteckt, braucht man gerade im Sommer morgens oder abends nix zusätzlich. Geht schnell, ist lecker und lieben alle!

Rezept Bananen-Erdbeer-Milch

Zutaten (für zwei Portionen)
1 reife Banane
5 Erdbeeren
200 ml Milch

Die Milch holen wir übrigens nur noch an der Milchtankstelle. Die spart Müll, ist gesund und schmeckt super frisch.

Zubereitung
Banane und Erdbeeren würfeln, in den Magic Maxx schmeißen und am besten die Kinder mixen lassen. Die lieben das. Fertig 🙂

Natürlich könnt ihr mit Honig süßen. Wenn die Bananen schön reif sind, ist das aber vollkommen unnötig. Schmeckt total süß auch ohne weitere Süßungsmittel.

Und noch ein Tipp: ihr könnt alles mögliche an Lieblingsobst rein tun. Bloß keine Kiwi! Kiwi mit Milch wird bitter.

Für Zwischendurch

Ach herrje … Um Punkt viertel nach eins hört man bei uns das Glöckchen vom Eismann bimmeln. Dummerweise sind wir genau dann immer noch am Essen. Da können wir uns noch so sehr Mühe geben – um Zwölf steht nur sehr selten das Mittagessen auf dem Tisch. Irgendwie haben wir da aber eh noch keinen Hunger. Denn grade in den Ferien gammelt man doch noch bis neun oder zehn da rum, bis man endlich frühstückt. Oder etwa nicht? Also sind wir dazu übergegangen, immer etwas Eis in der Truhe zu haben. Und dann möchte man natürlich nicht immer „nein“ sagen. Ich gehe mal davon aus, eure Kinder sind genauso wie unsere und fragen trölf Mal pro Tag nach was Süßem oder eben Eis im Sommer. Der Pädagoge würde garantiert sagen bei einem Eis am Tag geht es ums Prinzip. Aber mir geht es vor allem um meine Nerven bei diesem schrecklichen Wetter und da ist „ja“ einfach einfacher 🙂 Beim selbstgemachten Eis ist das kein Problem. Denn da wisst ihr was drin ist und könnt kontrollieren, was die Giftzwerge so zwischendurch in sich rein stopfen.

Am schnellsten und einfachsten und bei uns am beliebtesten ist es, einfach 100 ml Saft – bei meinen Kindern vorzugsweise Orangensaft – in Eisformen zu füllen. Dann tiefkühlen und fertig. Wir haben solche Silikoneisformen, die es ja mittlerweile überall zu kaufen gibt. Ein wunderbares, wirklich sehr erfrischendes Rezept habe ich bei Nathalie gefunden:

Orangen-Joghurt-Eis am Stiel

Mein persönlicher Favorit ist das Rhabarber-Himbeer-Eis, das wir gerne mal zusammen machen. Kostet etwas mehr Zeit und Arbeit. Lohnt sich aber 🙂

Rezept Rhabarber-Himbeer-Eis

Zutaten (für 10 Eis à 100 ml)
250 g Rhabarber
½ Päckchen Vanillezucker
175 g Himbeeren (tiefgekühlt oder aus dem Garten)
alternativ geht natürlich auch eine Beerenmischung
1 Stängel Minze
1 TL Honig

Zubereitung
Rhabarber waschen, putzen, in Stücke schneiden und in einen Topf geben. Mit Vanillezucker mischen und ziehen lassen. So nach Gefühl 😉 also etwa 20 bis 30 Minuten. Wenn der Rhabarber sehr sauer ist, oder für Süßmäuler noch etwas Zucker dazugeben. Muss aber nicht sein. Minze und 250 ml Wasser dazugeben, aufkochen und ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Die Beeren (aufgetaut) dazu schmeißen und noch mal 10 Minuten köcheln lassen. Die Minze raus nehmen. Dann mit einem Pürierstab fein mixen und mit Honig abschmecken. Abkühlen lassen und mit ca. 750 ml Wasser auffüllen. In Eisförmchen füllen, tiefkühlen und genießen.

Mittagessen

Die Mittagshitze ist am Schlimmsten. Aber grade die ganz Kleinen sollen ihren Rhythmus beibehalten. Mal abends warm essen ist natürlich schon drin, aber sollte nicht so oft vorkommen. Die Regelmäßigkeit ist besonders wichtig, je jünger unsere kleinen Terrorzellen sind. Wenn es also ganz schlimm ist, kombiniere ich warm und kalt und serviere eines unserer Lieblingsgerichte: Nudeln mit Tomaten-Mozzarella-Oliven-Pesto. Extrem lecker und für die ganze Familie geeignet!

Rezept Nudeln mit Tomaten-Mozzarella-Oliven-Pesto

Zutaten (für fünf Personen)
Ihr müsst euch das runter rechnen. Meine Kinder essen alle – bis auf den Jüngsten vielleicht – wie die Scheunendrescher, sprich wie ausgewachsene Männer. Ich kenne also keine kleinen Mengen mehr. Mir graut es vor der Pubertät 😀
500 g Vollkornnudeln (am liebsten Dinkel)
1,5 Gläser Fertig-Pesto (Das Aldi-Pesto hat gut abgeschnitten)
2-3 Tomaten
1,5 Mozzarella
½ Glas schwarze Oliven in Scheiben

Zubereitung
Einfacher geht nicht: Nudeln nach Anleitung kochen. Die restlichen Zutaten in einer Schüssel zusammenhauen und verrühren. Genießen.

Die Trinkpause

Ganz wichtig bei dem Wetter: trinken, trinken, trinken. Bei mir sind es drei Liter pro Tag. Um auch die Kinder etwas zu animieren, machen wir selbst Eistee. Die müssen natürlich nicht auf drei Liter kommen, freuen sich aber mal über was anderes als Wasser. Hier zwei Rezepte, die nicht nur lecker und gesund, sondern mega erfrischend sind.

Rezept Kindereistee „Alleskönner“

Zutaten (für 1 Liter)
3 Beutel „Monster-Alarm“-Tee von Milford
3 Orangen
1 Scheibe Ingwer (für den Frische-Kick)
1 EL Honig

Zubereitung
Eine Scheibe Ingwer schälen und fächern, d.h. so einschneiden, dass sie oben zusammenhält und ein kleiner Fächer entsteht. Wer Bio-Ingwer verwendet kann diesen mit Schale benutzen – dann nur gründlich reinigen. Den Tee und den Ingwer mit ca. 750 ml kochendem Wasser aufgießen und ziehen lassen.

Zwischenzeitlich eine Orange auspressen, in Eiswürfelbehälter (am liebsten in Dinoform) füllen und tiefkühlen.

Den Tee auf 50 bis 60 Grad abkühlen lassen (nach ca. 10 Minuten). Dann erst zwei Orangen auspressen und mit dem Honig zugeben. So bleiben die Vitamine erhalten. Alles gut verrühren und abkühlen lassen. Für die Kinder am besten den Ingwer entnehmen, damit es nicht zu scharf wird. Ab in den Kühlschrank und fertig ist der Eistee. Mit den Dino-Eiswürfel aus frischgepresstem O-Saft servieren. Er heißt „Alleskönner“, weil ich so gut wie kein Kind kenne, der unseren selbstgemachten Tee nicht liebt. Nur der beste Freund unseres Ältesten wollte ihn nicht mal probieren. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel 😉

Rezept Eistee „Frischekick“

Zutaten (für 500 ml)
1 dicke Scheibe Ingwer (ca. 20 g)
2 Stängel Minze
1 Zitrone
1 EL Honig

Zubereitung
Den Ingwer schälen und fächern (s. o.). Zusammen mit der gewaschenen Minze in eine Glaskaraffe geben und mit kochendem Wasser aufgießen. Das Ganze auf ca. 50 bis 60 Grad abkühlen lassen (s. o.). Die Zitrone pressen und mit dem Honig in das Getränk füllen. Abkühlen lassen, in den Kühlschrank stellen und kalt genießen.

Der „Frischekick“ ist genau das, was er verspricht. Grade an heißen Tagen gibt er einem wirklich neue Energie. Allerdings ist das ein Getränk, das unser Jüngster von 15 Monaten noch nicht probiert hat. Irgendwie ist mir das dann doch noch zu scharf für ihn. Unsere großen Jungs hingegen haben den Ingwer schon lieben gelernt. Hat es vor einem Jahr noch geheißen „Igitt“, so verschlingen sie heute sogar Ingwerbonbons. Man muss es nur ab und an wieder anbieten. Ihr kennt das ja: Das, was der andere auf dem Teller hat, lacht einen viel mehr an als das eigene Essen. So ticken auch meine Kinder. Damit krieg ich sie immer wieder 🙂

So … ich hoffe, ich konnte euch ein paar gute Tipps mit auf den Weg geben. Nun seid ihr für die heißen Tage gerüstet. Ich würde mich sehr über weitere Anregungen und Rezepte für die extremen Temperaturen freuen. Grade beim Mittagessen gehen mir oft die Ideen aus. Also bitte her mit euren Vorschlägen, Lieblingsgerichten und guten Ratschlägen. Ich freue mich drauf 🙂

5 Kommentare zu „Nicht essen gibt’s nicht – mit Blitzrezepten für die heißen Tage

  1. Das geht doch gar nicht, Milch ist total ungesund und Bananen nicht regional! – nein, Schmarrn, bei uns gabs früh immer Müsli, übern SOmmer mit Obst aus dem Garten, halt solange VOrrat reicht. Je nach Geschmack eher mehr Joghurt oder mehr Milch. Mehr vorzubereiten hatte ich an einem gewöhnlichen Morgen auch nie Lust. Und das ist so geblieben. Ich denke, da kommt man ein Stück (km, Stunden…) weit über den Tag. Nachmittags auch gerne mal Obstsalat oder eben so was zusammengerührtes. Spätestens bei diesen Vorbereitungen machen auch kleinere Kinder schon mit. – Na, jetzt sind sie alle groß und nicht mehr häufig zu Hause.

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    1. Danke für deinen Kommentar 😊 Ohne Milch geht bei uns nix 🤪 Also das mit dem Obst aus dem Garten haben wir auch super viel. Die Kinder lieben es, Beeren zu pflücken und dann in den Joghurt zu schmeißen. Natürlich auch zu verspeisen 😛 Und das Mitschnippeln klappt bei den Großen auch echt schon super. Es macht am meisten Spaß, wenn sie ins Kochen eingebunden werden. Naja… Jetzt is die Beerenzeit fast vorbei, aber sie kommt ja zum Glück wieder 😁 Alles Liebe,
      Vreni

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  2. Wir sind nun mal Abkömmlinge von Hirtenvölkern, Milchtrinkern und -verarbeitern und folglich ist die Unverträglichkeit bei uns auch eher selten. Man stelle sich einen Senn auf der Alm vor mit Laktoseintoleranz!
    Grad sind nur die blauen Früchte am Baum so weit, bald gibts die ersten eigenen Äpfel. Aber der Garten ist halt begrenzt, das meiste muß doch zugekauft werden (u.a. die Milch).

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    1. Ja, da hast du recht. Laktoseintoleranz is aber modern. Und Glutenunverträglichkeit auch. Aber wenn man nicht weiter weiß und es geht einem nicht gut, dann muss das halt einen physischen Grund haben 🤷🏼‍♀️ Wir sind zum Glück bisher verschont von jeglichen Allergien sowie jeglichem Drang irgendetwas nicht zu essen oder zu trinken. Wir versuchen zwar bewusst einzukaufen – unser Garten gibt viel her, aber wir sind keine leidenschaftlichen Gärtner – aber auch das is manchmal finanziell begrenzt. Und auf die Äpfel und Birnen freuen die Kinder sich schon 😃 Die schmecken ganz anders als gekauft 🙃

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