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Rezension „Der kleine Tigerhase“ von Stefanie Steenken Illustrationen von Isabella Flore

[Werbung/Rezensionsexemplar]

Ein perfektes Ostergeschenk für die ganz Kleinen zum Vorlesen und für die Größeren zum Selbstlesen – nicht nur wegen des Hasen 😉 Ein so schönes Mutmachbuch gehört in jedes Bücherregal!

Inhalt

Es ist doch viel schöner genauso zu sein wie alle anderen. Das findet zumindest der kleine Tigerhasen, der mit seinen Streifen so ganz anders aussieht. Weil ihn das sehr traurig macht, versucht ihm die Familie zu helfen. Sie unternehmen alles Mögliche, um ihn zu einem „normalen“ Hasen zu machen. Und das, obwohl sie und seine Freunde den kleinen Tigerhasen eigentlich genauso toll finden wie er ist. Eben das findet er mit seiner Schwester schließlich heraus: Anderssein ist gar nicht so schlimm.

Cover/Titel

„Oh wie süß!“, war die Reaktion meiner Mama, als sie durch Zufall das Buch auf meinem Tisch liegen sah. Und „Der kleine Tigerhase“ ist tatsächlich so ein Buch, das ich allein wegen des Covers kaufen würde. Diesem niedlichen Hasen, der einem die Ärmchen entgegenstreckt und einen mit diesen riesigen Kulleraugen ansieht, kann man einfach nicht widerstehen. Mit seinem braunen Anzug spiegelt das Häschen auch den Inhalt total gut wider.

Geschichte/Idee

Die Idee hinter der Geschichte ist einfach wunderbar. „Niemand ist anders, sondern einfach ganz besonders.“ „Bleib so wie du bist, denn genauso bist du gut.“ „Anderssein ist etwas Schönes.“ „Jeder ist etwas anders bzw. besonders.“ Das sind die Kernaussagen des Buchs und das wird auch in einer wunderschönen Geschichte kindgerecht rübergebracht.

Zunächst versuchen die Eltern den kleinen Tigerhasen zu unterstützen. Obwohl sie immer wieder betonen, dass er gut so ist wie er ist, wollen sie ihm dennoch helfen, seinen Traum zu verwirklichen, so auszusehen wie alle anderen Hasen. Dass alle Unternehmungen jedoch darin enden, dass er wieder gestreift ist, zeigt den Kindern auch auf, dass man manche Dinge eben nicht ändern kann und akzeptieren muss. Rückhalt bekommt man von seiner Familie und seinen Freunden. Die Freunde hänseln den kleinen Tigerhasen nämlich auch in keinster Weise, was ich ebenso sehr ermutigend für Kinder finde. Richtige Freunde akzeptieren einen nämlich wie man ist – sonst sind es keine Freunde.

Nicht ganz verstehe ich, warum der kleine Tigerhase am Morgen seines Geburtstags nichts von seinen Eltern bekommt und deshalb traurig ist. Schließlich leiden die Kinder sowieso schon so mit ihm mit. Und eine Überraschungsparty kann es ja dennoch geben. Keine Eltern würden am morgen des Geburtstags ihres Kindes so tun als hätten sie ihn vergessen. Die Idee an der Party hingegen finde ich klasse. Dass alle einfach gestreift kommen, damit der kleine Tigerhase an seinem großen Tag genauso aussieht wie alle anderen … Toll!

Dann schließlich lernen die Kinder über die Schwester des kleinen Tigerhasen, worum es tatsächlich geht: dass jeder ein bisschen anders ist, dass man dadurch etwas Besonderes ist und dass das etwas Schönes ist. Das macht Kindern, die schüchtern sind, die vielleicht in irgendeiner Art und Weise anders sind, Mut. Das können in unseren Augen ja manchmal wirklich Kleinigkeiten sein und für unsere Kinder ein großes Problem. Die Brille war beispielsweise bei meinem ältesten Sohn das gestreifte Fell. Da wäre ein so süßes Buch als Ermutigung wirklich schön gewesen …

Sehr schön finde ich übrigens, dass der kleine Tigerhase sich am Ende an Fasching als „Normalo“ verkleidet. Hat was 😉

Illustrationen

Zunächst muss ich sagen, dass die Zeichnungen wirklich extrem süß sind. Dennoch treffen sie nicht ganz meinen Geschmack, was eine völlig subjektive Sichtweise ist. Die Illustrationen scheinen komplett von Hand gezeichnet zu sein – was sie möglicherweise auch sind. Diese Art der Illustrationen im alten Stile, als seien sie kaum am Computer bearbeitet, haben aber gerade deshalb für andere ihren Charme. Was die Bilder auch definitiv rüberbringen sind die passenden Emotionen zu der Geschichte. Und das ist schließlich das Wichtigste. Mein fast dreijähriger Sohn findet sie super und konnte nicht aufhören darin zu blättern und mir immer wieder kleine Details zu zeigen. Außerdem bewundere ich jeden, der so wunderschön zeichnen kann. Ich bin da ja vollkommen talentfrei.

Schreibstil

Als Vorlese-Bilderbuch wird „Der kleine Tigerhase“ ab 3 Jahren empfohlen, zum Selbstlesen am 7 Jahren. Vom Schreibstil her ist dem auch nichts entgegenzusetzen. Es ist kindgerecht formuliert, sehr mitfühlend und goldig geschrieben. Wie schon erwähnt hat unser Jüngster sehr aufmerksam zugehört und war begeistert. Allerdings ist das auch tagesformabhängig. Ich denke, die Altersempfehlung ist so ein bisschen davon abhängig, wie ein Dreijähriger drauf ist. Für einen Zappelphilipp dauert die Geschichte zu lang. einem eher gemütlichen Zuhörer kann es auch durchaus schon früher vorgelesen werden. Zum Selbstlesen ist die Story in meinen Augen etwas zu kindlich. Allerdings lesen meine Großen das Buch dem Jüngsten sehr gerne vor 🙂

Fazit

„Der kleine Tigerhase“ von Stefanie Steeken eignet sich nicht nur wegen des Hasen-Themas perfekt als Ostergeschenk 🙂 Dieses Buch ist eine wunderbare Mutmach-Geschichte für alle Kinder – denn wie wir wissen, ist jeder etwas anders. Und jeder ist etwas ganz Besonderes! Von mir gibt’s vier Eselsohren und eine klare Vorlese- und Verschenkempfehlung!

Daten zum Buch

DER KLEINE TIGERHASE | Stefanie Steenken | Isabella Flore (Illustrationen) | Hrsg. Stefanie Steenken (Nova MD) | 978-373969667071 | 28 Seiten | Hardcover | 12.90 EUR | 25. Februar 2021 | 3-7 Jahre

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3 Kommentare zu „Rezension „Der kleine Tigerhase“ von Stefanie Steenken Illustrationen von Isabella Flore

  1. Herzlichen Dank für diese schöne Buchvorstellung! Wir freuen uns sehr, dass euch die Geschichte vom Tigerhasen so gut gefallen hat und für deine super Zeilen und sehr liebevoll gestalteten Rezension! Bis spätestens zum nächsten Band! Alles Liebe, Stefanie und der kleine Tigerhase

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